Niederösterreichische Nachrichten, Mittwoch, 19. Mai 2004


Sächsische Zeitung, Samstag, 17. Mai 2003

Der Mensch in Fotografie und Plastik
Die Künstlerinnen Bettina Frenzel und Grit Berkner zeigen ihre Arbeiten noch bis 1. Juni im Schloss
Von Michael Vogler

Noch bis zum 1. Juni sind im Neschwitzer Schloss in diesem Jahr zu Beginn der Musik- und Galeriesaison gleich zwei bemerkenswerte Ausstellungen zu sehen. In den Galerieräumen unterm Dach zeigt die Fotografin Bettina Frenzel aus Wien ihre großformatigen farbigen Aufnahmen mit dem Thema „Turbulenzen – Fotos wider die Erstarrung“; in der unteren Abteilung sind Plastiken und Grafik von Grit Berkner aus Halle zu bewundern. So unterschiedlich die künstlerische Herangehensweise der beiden Frauen ist, so eindringlich sind doch die Ergebnisse zum Thema „Mensch“.
Bautzener Kunstfreunde haben im letzten Herbstsalon bereits die Kinderporträts der Frau aus Halle gesehen. In Neschwitz ist nun noch mehr von der Künstlerin zu sehen. Klassisch anmutend zeigen sich die Bronzeplastiken und können eindrücklich auf die Ehrfurcht vor dem Leben hinweisen. Die Radierungen und Lithografien erfüllen den Auftrag der Hinführung zu den Köpfen der Künstlerin (Jahrgang 1966). Die Wienerin, die in Belgien geboren wurde (1965) und deren Vater aus Bautzen stammt, hat als Arbeitsschwerpunkt Tanz, Theater und Performances. Die Zeichen der Zeit erkennend und vorantreibend, sind multikulturelle und hochkünstlerische Ereignisse die Triebkraft und der Grund für die herausragende Qualität in den Arbeiten der Bettina Frenzel. Ihre Bilder schwingen weit weg von der klassischen Fotografie – aber die Künstlerin traut der Kamera und sie verzichtet auf die digitale Einflussnahme. Das Farbspiel erinnert an Malerei.Die zwei verschiedenen Ausstellungen im Schloss ergänzen sich gegenseitig – das ist ein Grund mehr, sie zu besuchen .

Grit Berkner zeigt ihre Plastiken im Schloss.
Bettina Frenzel fotografiert vor allem Bühneszenen.
Fotos: © Michael Vogler


Sächsische Zeitung, 23. April 2003

Fotos wider die Erstarrung
Mit Ausstellung und Konzert startet der Heimatverein in die Saison 2003
Von Annett Kschieschan

Am 4. Mai startet der Kultur- und Heimatverein Neschwitz e.V. mit den Neschwitzer Schlosskonzerten in die Saison 2003. Los geht es mit dem Programm „Carpe diem - memento Mori“ des Bautzener Pezelius-Ensembles.
Der lateinische Titel, dessen Übersetzung „Pflücke den Tag und bedenke, dass du sterben musst“ lautet, ist an die Zeit des Barock angelehnt. Geboten werden heiter-ironische Texte, die auf das barocke Leitmotiv des Nebeneinanders von blühendem Leben und allgegenwärtigem Tod anspielen. Ebenfalls ab 4. Mai ist die erste Ausstellung in der Kleinen Galerie zu sehen. Gleich zwei Künstlerinnen werden ihre Werke der Öffentlichkeit vorstellen.
Bettina Frenzel aus Wien zeigt Fotografien. Ihre Exposition steht unter dem Motto „Turbulenzen - Fotos wider die Erstarrung“. Gezeigt werden ausgewählte Fotoarbeiten aus den Bereichen Tanz, Theater und Musik, die von 2000 bis 2002 entstanden sind. Bettina Frenzel stammt aus der ehemaligen DDR. Nach der Schulzeit studierte die jüngste von drei Schwestern in Wien, wohin die Familie umgezogen war, zunächst Architektur, bevor sie eine Ausbildung zur Fotografin absolviert. Heute ist sie besonders als Theaterfotografin bekannt.
Den zweiten Teil der Ausstellung bestreitet Grit Berkner. Die Hallenserin hat sich dem Thema Porträt verschrieben und bringt Plastiken und Zeichnungen mit nach Neschwitz. Konzerte und Ausstellungen werden vom Heimatverein organisiert.
Das Konzert mit dem Bautzener Pezelius-Ensemble am 4. Mai beginnt 15 Uhr. Karten gibt es zum Preis von acht Euro (ermäßigt sieben Euro) im Neschwitzer „Schreib-Eck“. Auch Abonnement-Karten können wieder erworben werden. Die Ausstellung von Bettina Frenzel und Grit Berkner findet im Neschwitzer Schloss, Am Park 1, statt,